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Malteser Ellwangen

Café Malta - Insel der Menschlichkeit für Demente

Neueröffnung Im Café Malta in der Sebastian-Merkle-Straße 10 können an Demenz Erkrankte vielfältige Gruppenangebote wahrnehmen.

23.09.2017
Bürgermeister Volker Grab überreicht der Koordinatorin des Café Malta, Michaela Köder (links) zur Einweihung einen Geschenkkorb im neuen Café Malta

Die Freude über die Eröffnung des Café Malta in der Sebastian-Merkle Straße 10 stand den Maltesern ins Gesicht geschrieben. Es bietet an Demenz erkrankten Menschen die Möglichkeit, vielfältige Gruppenangebote wahrzunehmen.

Die feierliche Inbetriebnahme des Café Malta wurde absichtlich auf den Welt-Alzheimer-Tag gelegt. Der Malteser-Bezirksgeschäftsführer Torsten Felgenhauer begrüßte die Gäste nach der musikalischen Einstimmung durch den Malteser-Chor. Er ließ die Entstehung des Cafés Malta Revue passieren. Zuerst war man im Schönbornhaus untergebracht. Doch bald wurden die Räumlichkeiten zu klein und man zog ins Dorfhaus mach Rattstadt um.

„Es war uns aber klar, dass wir eine neue Heimat brauchen. Hier im Haus in der Sebastian-Merkle-Straße 10 im Erdgeschoss haben wir den idealen Platz gefunden für unser Café Malta. Und die Räume sind schön und freundlich gestaltet worden“, bemerkte Felgenhauer. Der Bezirksgeschäftsführer betonte, dass das Personal zum Demenzbegleiter geschult wurde.

Die Teamleiterin des Cafés Malta, Martina Felber erläuterte das Angebot der Einrichtung, das musische und kreative Angebote bereithält. Man singt zum Beispiel gemeinsam, es werden Gedicht vorgetragen oder Geschichten erzählt. Es kommen Besuchshunde vorbei, es finden Sitztänze statt, man bastelt und malt oder man macht gemeinsam kleinere Gymnastikübungen. Ausflüge zum Kressbachsee und Eisessen am Kiosk oder nach Gaxhardt zum Pfauengarten stehen beispielsweise weiter auf dem Programm. Und natürlich wird auch die Geselligkeit mit Kaffee und Kuchen gepflegt, so Felber.

Eigener Fahrdienst
Ein Fahrdienst ist extra für das Malteser-Café eingerichtet, der die Teilnehmer von zu Hause abholt und wieder bringt. „Man singt bereits während der Fahrt und alle freuen sich auf den bevorstehenden Tag. Für die Angehörigen bedeutet dieses Angebot eine willkommene Entlastung, denn die Betreuung der Demenzerkrankten ist zeitintensiv und kostet Kraft“, beschrieb die Teamleiterin. Insgesamt elf Teilnehmer gibt es bereits und zwölf Betreuer.

Bürgermeister Volker Grab wies auf die Bedeutung der Malteser hin: „Diese Einrichtung ist unheimlich wichtig und wertvoll für unsere Stadt. Es geht um Zeit, die Sie anderen älteren Menschen schenken und sie schenken auch den Angehörigen Zeit. Das verdient große Anerkennung.“ Sozialdezernent Josef Rettenmaier machte die stetig wachsende Zahl an Demenzerkrankungen anschaulich. Alleine in Deutschland erkranken täglich 100 Menschen an Demenz, so Rettenmeier. Er würdigte die Arbeit der Betreuer: „Sie leisten einen wertvollen zwischenmenschlichen Beitrag. Es ist ein unersetzbarer Dienst den Sie für andere leisten“, betonte der Sozialdezernent. Der Malteser-Diözesangeschäftsführer, Klaus Weber unterstrich: „Sie können stolz darauf sein, was Sie für die Gesellschaft tun.“ Erst durch die Faber-Stiftung würden die Malteser Cafés wie auch die Besuchsdienste ermöglicht, hob Faber am Ende hervor. Die Demenzangebote sollen in der Zukunft Stück um Stück weiter ausgebaut werden. Pfarrer Michael Windisch segnete im Anschluss die neuen Räumlichkeiten.

Das Café Malta in Ellwangen findet jeden Mittwoch und Donnerstag von 14 bis 17 Uhr statt. Es gibt Kaffee und Kuchen. Das Malteser Café ist auch donnerstags von 9.30 bis 12.30 Uhr geöffnet. Ein Mittagessen wird angeboten. Man kann jederzeit vorbeischauen und hineinschnuppern. Das Angebot ist über die Pflegekasse und die Betreuungsleistungen anrechenbar.

(Schwäbische Post, 23.09.2017)

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