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Malteser Ellwangen

Sanitätsgarde: Malteser verarzten Gläubige

22.09.2011

Ostalbkreis. Wenn Benedikt XVI. am 24. und 25. September in Freiburg ist, sind 29 Malteser aus dem Ostalbkreis als Sanitäter dabei. Für sie ist Sanitätsdienst beim Papastbesuch Ehrensache. Die meisten der 29 Helfer kommen aus Aalen, die anderen aus Unterschneidheim und Schwäbisch Gmünd. Zusätzlich sind vier Ellwanger Malteser als Fahrer für den Behindertentransport eingeteilt.

Thorsten Jankowski ist Leiter Einsatzdienste für den Ostalbkreis und als solcher selbsteverständlich beim Papstbesuch in Freiburg mit dabei. Doch die Möglichkeit, den Heiligen Vater zu Gesicht zu bekommen, wird für den Malteser nicht wahr: "Ich sitze in der Einsatzleitung, wir haben keine Chance, den Papst zu sehen." Schon bei der Papstvisite 2006 in Regensburg hatten die Aalener null Chance. Obwohl die Malteser als "Päpstliche Sanitätsgarde" gehandelt werden, der katholische Malteser Ritteroden hat seinen Hauptsitz in Rom.

"Wir stellen eine komplette Unfallhilfsstelle", berichtet Thorsten Jankowski. Eine solche sind 20 Helfer und mindestens ein Arzt: "Wir haben zwei Notärzte mit dabei." In dieser Unfallhilfsstelle können mit den Ärzten zusammen ein Intensivpatient, das heißt eine Notaufnahme, sowie weitere zehn Patienten mit leichter Verletzung versorgt werden. Insgesamt gibt es in Freiburg 32 solcher Unfallhilfsstellen. Zehn davon werden voraussichtlich am Gottesdienst am Sonntag im Einsatz sein, darunter aber icht die Aalener. Die anderen machen Sanitätsdienst in der Berliner Allee, am Hauptbahnof, am Konzerthaus und an anderen Stationen in Freiburg. Für den Sanitätsdienst sind in der Breisgau-Stadt 20 Malteser-Rettungswagen zusätzlich im Einsatz.

Die ersten Malteser fahren am Freitag nach Freiburg, darunter auch Jankowski, der Hauptteil der Kräfte fährt am Samstagfrüh. Nach der Registrierung und Aufnahme machen die Malteser aus dem Ostalbkreis von Samstagabend bis Sonntagabend in der Unfallhilfssstelle in der Berliner Allee Sanitätsdienst: "Die Helfer sehen leidern den Papst nicht." Als Fahrzeuge nehmen die Ostälbler zwei Rettungswagen und einen Krankentransportwagen mit. Am Sonntagabend, ab 20 oder 21 Uhr reisen die Helfer wieder ab, "weil man dann frühestens damit rechnen kann, dass die Pilgerströme aus Freiburg weg sind", so Jankowski: "Am Hauptbahnhof sind an diesem Abreisetag drei Unfallhilfsstellen im Einsatz. Der Bahnhof kann in der Stunde 6000 Personen von Freiburg fortbringen, laut Aussage der Bahn. Wenn man davon ausgeht, dass 40 000 bis 45 000 Pilger mit dem Zug fahren, kann man sich vorstellen, wie alnge dieser Abtransport dauert."

Insgesamt machen beim zweitägigen Papstbesuch in Freiburg 900 Einsatzkräfte der Maltser ehrenamtlich Dienst, von der Einsatzleitung bis zum Koch, so Jankowski. "Denn diese Helfer, 32 Unfallhilfsstellen á 20 Mann, müssena uch versorgt werden. Die ganze Logistik stellt der Malteser Hilfsdienst auch, wir müssen die Leute mit Essen und Medikamenten versorgen."

Am Samstag um 10 Uhr starten vier Ellwanger Malteser mit drei Behindertenbussen und einem Rollstuhlfahrerbus nach Freiburg, die Fahrer sind Egon Kuhn, Rolf Lebert, Hubert Uhl und Thekla Jose. Ihr Stützpunkt in Freiburg ist die Turnhalle in Ebringen. "Von da kriegen sie ihre Einsätze", so der Ellwanger Stadtbeauftragte Anton Baumann. "Die vier sind für den Transport von Behinderten von ihrer Unterkunft zu den Veranstaltungen zuständig."

(Ipf- und Jagstzeitung, 22.09.2011)

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