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Malteser Ellwangen

Malteser starten Pilotprojekt mit dem Haus Lindenhof: Pflegeberufe attraktiver machen

14.06.2012
Malteser Hilfsdienst und Stiftung Haus Lindenhof in Aalen kooperieren. Der Anteil alter Menschen in unserer Gesellschaft steigt stetig und der der jungen Menschen nimmt ab. Um in Anbetracht dieser demografischen Entwicklung den zukünftigen Bedarf an Pflegekräften decken zu können, müsste jeder vierte junge Mensch einen Pflegeberuf ergreifen, so Direktor Jürgen Kunze, Vorstand der Stiftung Haus Lindenhof in einem Pressegespräch. Es drohe ein Mangel an Fachkräften, deshalb gehe es jetzt darum diese Berufe attraktiver zu machen. Und weil das schon in der Ausbildung beginnt, kooperieren künftig der Malteser Hilfsdienst und die Stiftung Haus Lindenhof in Aalen. Jürgen Kunze und der Regionalgeschäftsführer der Malteser, Klaus Weber besiegelten diese Zusammenarbeit am Montag mit ihrer Unterschrift. „Gemeinsam können wir den Pflegekräften in der Ausbildung ein breiteres Spektrum an praktischen Erfahrungen anbieten.“, freut sich Irmgard Boxriker Leiterin des Hauses St. Elisabeth der Stiftung Haus Lindenhof, denn Pflege sei eine fachlich anspruchsvolle Arbeit. Die ambulanten Pflegeangebote des Malteser Hilfsdienstes und das stationäre Angebot der Stiftung Haus Lindenhof in St. Elisabeth stellen an die Pflegekräfte unterschiedliche Anforderungen. Im Rahmen dieses Projekts wurde ein gemeinsamer Auszubildenden-Pool gebildet, dabei wechseln die künftigen Pflegekräfte halbjährlich den Arbeitsplatz. So ermöglicht dieses Pilotprojekt es den Auszubildenden erstmals beide Bereiche intensiv kennen zu lernen. Darüber hinaus werden auch für die ausgebildeten Pflegefachkräfte gemeinsame Fortbildungsangebote organisiert. „Damit schaffen wir es Ressourcen zu bündeln und gleichzeitig die Qualität zu verbessern.“ sagt Sabine Würth, Bezirksgeschäftsführerin bei den Maltesern. Die Malteser könnten auf eine 900-jährige Tradition in der Pflege zurückblicken, darauf wies der Regionalgeschäftsführer Klaus Weber hin. Beide Träger verbinde das gemeinsame Dach der Caritas und die Sorge um die Zukunft der Pflege. Weil sie mit diesem Projekt in Baden-Württemberg Neuland betreten, wird es von der Diözese Rottenburg-Stuttgart mit 15.000 Euro gefördert. Auch darin sind sich Jürgen Kunze und Klaus Weber einig: Gute Pflege schafft Lebensqualität, deshalb müsse auch die Politik in Zukunft ihren Beitrag dazu leisten, die Pflegeberufe attraktiver zu machen. Dazu gehöre es beispielsweise für Rahmenbedingungen zu sorgen, die eine bessere Bezahlung der Pflegekräfte möglich machen. (Schwäbische Post 13.06.2012)

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