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Malteser Ellwangen

Malteser eröffnen in Ellwangen eine Rettungswache

08.06.2021
Der Malteser Hilfsdienst, Gliederung Ellwangen, eröffnet ab 1. Juli eine Rettungswache. Vorerst ist sie im ehemaligen Sanitätsgebäude der Reinhardt-Kaserne untergebracht. Der Mietvertrag mit der Stadt Ellwangen ist auf ein Jahr begrenzt. Später soll im Raum Ellwangen eine eigene Rettungswache samt Technikhalle gebaut werden. Von links: Stephan Meßmer, Stadtbeauftragter der Malteser Ellwangen, Rettungssanitäterin Stefanie Streitenberger, Anja Katz, die einen Bundesfreiwilligendienst absolviert, Rettungssanitäterin Barbara Müller, Alexander Gänßler, Bereichsleiter Rettungsdienst, Notfallsanitäter Jonas Haas, Heiko Born, Bezirksgeschäftsführer des Malteser Hilfsdiensts und Stefan Frenkler, Leiter des Rettungsdiensts. Alle Personen auf dem Foto sind geimpft oder haben einen aktuellen negativen Corona-Test. Für das Bild haben sie kurzzeitig die Schutzmaske abgenommen. (Foto: Hariolf Fink)

Der Malteser Hilfsdienst ist ab 1. Juli im Raum Ellwangen mit einer Rettungswache präsent und teilt sich die Einsätze mit dem Roten Kreuz. Damit sind zwei schlagkräftige Organisationen für Patienten und Verletzte unterwegs – ganz nach dem Motto der Malteser „Weil Nähe zählt“. Die Johanniter sind auf eigenen Wunsch in den Schwarzwald umgezogen.

 

Zu der Rochade kam es, weil in einer Dienstbesprechung zwischen DRK, Malteser Hilfsdienst und Johanniter Unfallhilfe die Einsatzgebiete neu aufgeteilt wurden. Dadurch wurde dem Malteser Hilfsdienst die Rettungswache ab 1. Juli zugesprochen. „Das ging alles sehr schnell und wir hatten nicht einmal ein Gebäude, in dem wir die neue Rettungswache einrichten konnten“, sagt Heiko Born, Geschäftsführer des Malteser Hilfsdiensts im Bezirk Nord- und Ost-Württemberg.

 

Born dankt in dem Zusammenhang der Stadt Ellwangen mit Oberbürgermeister Michael Dambacher an der Spitze für die unproblematische Bereitstellung eines Teils des früheren Sanitätsgebäudes in der Reinhardt-Kaserne. „Diese Räume sind für uns ideal, weil wir dort das Einsatzzimmer genauso einrichten können wie die Schlafmöglichkeiten sowie die sanitären Anlagen für die Einsatzkräfte.“

 

Die Übernahme der Räume im früheren Sanitätsgebäude der Bundeswehr ist vorerst auf ein Jahr befristet. „Die Rettungswache ist ein weiterer wichtiger Schritt, mit dem die Malteser ihre bisher schon starke Präsenz durch die Gliederung Ellwangen ausbauen möchten“, betont Born. Für die Malteser sei das eine Herzensangelegenheit. Born verweist darauf, dass in der Stadt bereits der große ambulante Pflegedienst mit seinen rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern angesiedelt ist.

 

Da kommt die neue Rettungswache mit ihren zwei Fahrzeugen – ein Rettungswagen und ein Krankentransportwagen – und derzeit rund 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gerade recht. „Mit diesen Mitarbeitern und der eigenen Rettungswache, werden wir den Bürgerinnen und Bürgern ab dem 1. Juli dann schnell zur Verfügung stehen“, verspricht der Bezirksgeschäftsführer.

 

Damit es keine Doppelbesetzung bei den Einsätzen gibt, hat sich Stefan Frenkler, Leiter des Rettungsdiensts der Malteser, mit Marc Sachsenmaier, Leiter des Rettungsdiensts im DRK-Kreisverband Aalen, besprochen. „Wir haben einen Plan ausgearbeitet, damit dies nicht passiert“, sagt Frenkler. Soll heißen: Die Einsatzwochen sind genau geregelt. Frenkler dankt dem DRK für das Miteinander der Hilfsorganisationen.

 

Noch sind die Räume in der neuen Rettungswache des Malteser Hilfsdienstes in der Reinhardt-Kaserne leer. Josef Neukamm vom gleichnamigen Möbelhaus in Ellwangen ist eingesprungen und hat sich um Möbel gekümmert. Den Maltesern war dies wichtig, weil dadurch die Regionalität gestärkt wird, wie sie betonen.

 

Längerfristig wollen die Malteser weiter in den Standort Ellwangen investieren. Das sieht man schon am nagelneuen Rettungswagen, der für rund 200 000 Euro bei der Firma Strobel in Aalen beschafft wurde. Darüber hinaus wollen die Malteser im Raum Ellwangen eine eigene Rettungswache mit Technikhalle bauen. Die Suche nach einem Investor und einem Standort läuft. „Wir wollen in Ellwangen präsent sein und unserem Motto ,Weil Nähe zählt’ gerecht werden“, betont Geschäftsführer Born.

 

(Ipf- und Jagstzeitung, 08.06.2021)

 

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